Identifikations-Probleme


Nie hatte ich verstanden, warum die sexuellen Bedürfnisse von Mann und Frau so unterschiedlich sind. Nie hatte ich diese Geschichten von Mars und Venus verstanden. Und warum wir Männer mit dem Kopf denken und die Frauen mit dem Herzen, auch das habe ich nie verstanden.

Eines Nachts, letzte Woche, sind meine Frau und ich ins Bett gegangen. Na ja, wir fingen an, uns wohl zu fühlen, und gerade in diesem Moment sagte sie: „Ich glaube, ich habe jetzt keine Lust, ich möchte nur von Dir in den Arm genommen werden.“ Ich sagte: „Was!?!?“ Und so sagte sie die Worte, die jeder Mann auf diesem Planeten fürchtet: „Du kannst Dich nicht mit meinen emotionalen Bedürfnissen als Frau identifizieren.“ Ich begann zu glauben, ich habe als Mann versagt. Schliesslich ging ich davon aus, dass diese Nacht nichts mehr geschehen würde und schlief ein.

Am nächsten Samstag gingen wir gemeinsam einkaufen. In einem grossen Kaufhaus fand meine Frau drei Kleider die ihr gefielen. Während sie sie anprobierte, ging ich mich umschauen. Als ich zurückkam, hatte sie sich immer noch nicht entschieden, welches der Kleider sie kaufen sollte. Also schlug ich ihr vor, alle drei mitzunehmen.

Dann sagte sie, dass sie dazu jeweils ein passendes Paar Schuhe bräuchte. Ich antwortete ihr, dass das eine gute Idee wäre. Anschliessend kamen wir in die Schmuckabteilung, aus der wir mit einem Paar Diamantohrringen wieder heraus kamen. Sie war so glücklich und aufgeregt. Sie musste denken, ich sei total verrückt. Aber das schien sie nicht besonders zu beunruhigen.

Ich glaube, sie wollte mich auf die Probe stellen, als sie nach einem Tennisschläger fragte. Sie spielt nämlich gar kein Tennis. Und ich glaube, ich habe ihre Vorstellungen von mir zerstört, als ich sagte, das wäre in Ordnung. Sie war fast sexuell erregt. Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, als sie sagte: „Lass uns zur Kasse gehen und bezahlen.“

Es ist mir nicht leicht gefallen, mich zusammenzureissen, aber ich sagte: „Nein, mein Schatz, ich glaube, ich habe jetzt keine Lust, dies alles zu kaufen.“ Wirklich, Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen. Sie war kreidebleich. Ich setzte nach: „Ich möchte nur von Dir in den Arm genommen werden.“ Im Moment, in dem sie mich anblickte, als ob sie mich umbringen wollte, sagte ich: „Du kannst Dich nicht mit meinen finanziellen Bedürfnissen als Mann identifizieren.“

Ich glaube, Sex wird es erst wieder in ein paar Jahren geben, vielleicht jedenfalls… Aber Ach! Welch süsse Wohltat doch Rache ist.